For Heart’n’Soul Juli 2022

Namasté du Liebe/r!

Was bewegt dein Herz und deine Seele in diesem Monat?

Ich kann dir sagen, der Juli bewegt mich im wahrsten Sinne des Wortes, denn diesen Monat geht es für mich um Bewegung. 

Bewegung ist ein sehr spannendes Thema, mit dem man so viel assoziieren kann.

Auf welcher Ebene bewege ich mich? Geistig? Körperlich? Emotional? Energetisch?

Wo braucht es gerade Bewegung und wo eher ein Zur-Ruhe-Bringen?

Und wenn es auf einer Ebene der Bewegung bedarf, wie steht es dann mit den anderen? 

Interessant ist auch: was bewegt mich gerade, von was werde ich bewegt und welche Bewegung tut mir gerade gut?

Fragen über Fragen, die es wert sind, gestellt zu werden. Allein das kann schon einiges in Bewegung bringen, auch wenn die Antwort letztendlich nur jede/r für sich selbst herausfinden kann.

Also ist Bewegung in gewissem Sinne etwas sehr persönliches. Oftmals ein Ausdruck im Außen, aber vor allem ein ständiger innerer Prozess auf ganz verschiedenen Ebenen.

Und der kann sehr herausfordernd sein, wie du vielleicht weisst.

Kennst du das auch?

Du wünschst dir nichts sehnlicher als Stille und Ruhe herbei, musst aber in Bewegung bleiben, fühlst dich wie getrieben, unter Druck. Oder du liegst schlapp auf dem Sofa, hast keine Energie, würdest dich aber so gerne endlich mal wieder kraftvoll bewegen und austoben. Oder du versuchst wie verzweifelt einzuschlafen, dein Körper ist auch schon ganz müde, während das Gedankenkarussell in deinem Kopf wild seine Runden dreht.

Es kann ein ganz schöner Balanceakt sein, die vielen Ebenen der Bewegung in Einklang zu bringen, zu halten und jeder gerecht zu werden. Und es bedarf großer Achtsamkeit und Bewusstheit, diese stetige innere Veränderung wahrzunehmen und immer wieder neu auf sie einzugehen.

Vielleicht macht es gerade das so spannend und interessant?

Mir helfen da gezielt immer wieder Mantras, um entweder in Bewegung oder in die Stille zu kommen. Bei Bewegung sehe ich sofort die tanzende Kali vor mir. 

Kali, die auf den ersten Blick furchterregende, vielleicht sogar eher abschreckende Göttin, wie sie, ähnlich ihrem männlichen Pendant Shiva, den wilden kosmischen Tanz tanzt.

Om Mata Kali, Om Mata Durge

Kali Durge Namo Namah

Eine besonders schöne Bedeutung und Übersetzung dieses Mantras ist folgende:

Oh göttliche Mutter, du bist überall. Du bist in meinem Herzen, du bist die ganze Welt, du schützt mich.

In meiner Version tanzt sie etwas cooler, aber nicht weniger wild: Kali’s Dance

Steig ein in den Tanz und lass dich bewegen!

Kalis zerstörerische, transformative Energie beinhaltet letztendlich etwas sehr Positives. Sie hat die Kraft all das zu verwandeln, was wir eh nicht mehr brauchen, es kommt das in Bewegung, was festgefahren ist und es bleibt das übrig, was wir tief im Inneren in Wahrheit alle sind: 

reines Licht, reine Liebe.

Dass dieser Prozess nicht immer einfach ist, versteht sich von selbst. Aber Bewegung an sich ist auch nicht immer einfach und kann manchmal so schwer fallen. Vor allem dann, wenn wir wissen, dass sie uns gut tun würde und wir aber unseren inneren Schweinehund nicht überwinden können.

Da kann eine regelmässige Yogapraxis von Nutzen sein, denn alles, was uns zur Gewohnheit geworden ist, fällt viel leichter, wenn der besagte Schweinehund mal wieder an einem unserer Beine zerrt. 

Beim Yoga mag es vordergründig und rein äußerlich betrachtet viel um Bewegung gehen. Und die kann ganz wunderbar sein: Langsam, schnell, klein, groß, sanft, fließend oder einfach eine Mischung aus allem. Hauptsache so, wie du es magst und es dir gut tut.

Letztendlich aber, wenn wir Patanjalis Gedanken aufgreifen, macht es uns nur auf die eigentliche Bewegung in unserem Inneren aufmerksam: unsere Gedanken. Und wenn du diese einmal wahrnimmst, ob durch gezielte Meditation oder ein kurzes Innehalten, wird dir oft dann erst einmal bewusst, wieviel Bewegung dort die ganze Zeit über stattfindet. Das besagte Gedankenkarussell, manchmal auch “Monkey Mind” genannt – Gedanken, die wie eine wild gewordene Horde Affen durch deinen Kopf springen und dir keine Ruhe lassen.

Wenn es dann aber plötzlich einen Moment gibt, in denen diese Bewegung ein wenig zur Ruhe kommt, ob in Savasana am Ende einer bewegten Yogastunde, oder während des bewussten Spürens deiner tiefen Bauchatmung, dann ist das Glückseligkeit pur.

Vielleicht hast du einen solchen Moment schon einmal erlebt?

Und wenn nicht, dann bleib dran und gib nicht auf. Er wird kommen!

So schön auch Bewegung sein mag, erst durch die immer wieder erlebte und bewusst gespürte Bewegungslosigkeit, wissen wir sie zu schätzen und können das erleben, was eigentlich dahinter wohnt: Stille, Frieden, Eins-Sein-Mit-Allem-Was-Ist.

Und das kann eine wahrlich bewegende Erfahrung sein.

Wie und was möchtest du also im Juli bewegen?

From Heart’n’Soul,

Shankari

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