For Heart’n’Soul August 2022

 

“Natürlichkeit ist die schwierigste Pose, 

die man einnehmen kann.”

Oscar Wilde

 

Namasté du Liebe/r!

Was bewegt dein Herz und deine Seele in diesem Monat?

Der August steht für mich für Natürlichkeit.

Ist Natürlichkeit wirklich so schwierig? Oder haben wir sie einfach nur verlernt?

Ich komme gerade aus dem Urlaub. Fast drei Wochen waren wir mit Camper und Zelt im Süden von England unterwegs. Am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten, mich auf den beengten Raum und den – vermeintlichen – Mangel an Komfort und Ruhe einzulassen. Mir fehlte ein Rückzugsort, das Kochen und Abwaschen in gebückter Haltung war anstrengend und das Chaos von herumliegenden Sachen ziemlich nervig.

Mit der Zeit schien das aber alles irgendwie gar nicht mehr so wichtig zu sein und ich habe gemerkt, wie leicht es doch ist, mit nur wenig auszukommen. Wie natürlich es sein kann, mehr MIT der Natur und IN der Natur zu leben. Draußen zu kochen, zu essen, Musik zu machen und Yoga zu praktizieren. Nachts die Sterne zu betrachten, zu meditieren und im Regen zu tanzen.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei Natürlichkeit denke ich sofort an Mutter Natur, Mutter Erde, manchmal auch Gaia oder liebevoll Ma genannt. Daran, im Einklang mit ihr zu leben. Vielleicht – noch – nicht so, wie ursprünglich gedacht, aber immer mehr und immer bewusster. Ich merke, dass mir das sehr gut tut. Dass sich das richtig anfühlt. Als ob es so gewollt wäre.

Kennst du das auch? Was ist für dich Natürlichkeit? Und wie lebst du sie schon?

Ist es nicht so: je natürlicher etwas für mich ist, desto besser fühlt es sich an? Desto glücklicher, oder sogar glückseliger fühle ich mich, weil ich weiß, dass es genau so sein soll, wie es ist.

Bei den Mantras gibt es viele, die diese Energie und Kraft von Mutter Erde anrufen.

Es sind gleichzeitig Mantras, die sich an den weiblichen Aspekt des Göttlichen richten. Vielleicht haben Frauen von Natur aus auch erstmal einen natürlicheren Zugang dazu?

Mit Ananda Ma besingen wir ganz unterschiedliche Anteile:

Ma, die Mutter, Jagadambe die Weltenmutter, Durga hier als Verkörperung der Mütterlichkeit und Ananda Ma als die pure Glückseligkeit.

Jaya Ma, Jaya Ma, Jaya Ma, Jaya Ma

Jaya Ananda Ma

Jagadambe, Jaya Mata Durge Namo Namah

Jagadambe, Jaya Mata Durge Namo Namah

Ananda Ma

Durch die Verbindung zu Mutter Erde und der Natur spüren wir unsere eigene wahre Natur. Wir erwecken auf ganz einfach Weise unsere eigene Natürlichkeit wieder, und erleben uns als Teil des großen Ganzen. Wir können uns unterstützt und geborgen fühlen.

Hier eine Version aus einem meiner Online Mantra Singkreise:

Ananda Ma

 

Auch in der Yoga – und Meditationspraxis geht es doch in allererster Linie um Natürlichkeit. Zumindest sollte es so sein. Doch wenn man sich so umschaut – ob in Yogazeitschriften, auf Festivals oder in Yogastudios, bekommt man manchmal das Gefühl, dass auch hier eine gewisse “Künstlichkeit” Einzug gehalten hat. Dass es die angesagte Yogahose sein muss (übrigens oftmals aus 100% Plastik!), ohne die man nicht ordentlich praktizieren kann. Dass Meditation ohne das richtige Meditationskissen gar nicht erst möglich ist, und dass aber leider all die Äußerlichkeiten oft auf Kosten der eigenen Authentizität und Natürlichkeit gehen.

Die Frage ist: kann ich auch in Schlabberhosen eine tiefe Savasana Erfahrung haben? Ist es möglich, auf liebevolle und sanfte Weise die Grenzen meines Körpers zu achten, ihn also ganz “natürlich” zu behandeln und nicht zu verbiegen nur weil mein Nachbar es auch so macht oder das Covermodel auf dem neusten Yogamagazin sich extrem verrenken kann? 

Was sich für mich natürlich anfühlt, kann für dich schon ganz anders sein. Von daher ist eine gute Selbstwahrnehmung und Reflektion ungemein wichtig.

Um die Natürlichkeit im Yoga zu unterstützen, kann es hilfreich sein, mal in einer sehr natürlichen Umgebung zu praktizieren. Nicht erst die Matte auszurollen, sondern einfach mal auf der Wiese oder unter einem Baum ein paar Asanas zu praktizieren. Sich direkt mit der Natur zu verbinden, anstatt es sich immer nur vorzustellen. Am Bach zu sitzen und für einen Moment die Augen zu schließen. So einfach und natürlich kann dann Meditation sein.

Der Sommer ist dafür ideal und vielleicht magst du es ja mal für dich ausprobieren? 

Wir gehen immer, sobald es warm genug ist, im nahegelegenen Fluss schwimmen. Manchmal sogar auch nackt. Das fühlt sich richtig toll und natürlich an.

Ich bin sehr gespannt, wie du im August deine Natürlichkeit auslebst!

From Heart’n’Soul

Shankari

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